20210515 b19Hier mal ein Witz für IT-Nerds: Es gibt nur 10 Arten von Menschen, diejenigen, die das Binärsystem verstehen und die anderen! ;-) Aber im Ernst! Ich persönlich werde jetzt eine andere Theorie postulieren und zwar, dass man Menschen tatsächlich in zwei simple Kategorien teilen kann. Diejenigen, die fragen „Warum sollte ich das tun?“ und diejenigen, die fragen „Warum nicht?“

 

Kennt man doch aus seinem privaten Umfeld… Frage in WhatsApp-Runde, wer zum Heurigen mitkommt. Ein paar denken sich dann „Sch*** drauf, ich komm mit. Warum nicht?“ und viele andere fangen an Ausreden zu suchen „Warum sollte ich da mitkommen, was bringt’s mir?“

 

Oder auch im beruflichen Leben! Denken Sie an Ihre Firma! Gibt’s da nicht auch Leute, die überall Probleme sehen und andere, die überall Möglichkeiten und Lösungen sehen? Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich möchte lieber zu den Leuten gehören, die in die Zukunft blicken, nach vorne gehen und offen für Neues sind – ein positiver Mensch.

 

Bei der Feuerwehr werden Sie nur sehr wenige Mitglieder finden, die groß nach dem „Warum?“ fragen. Menschen, die in brennende Häuser laufen sollen (um mal ein Klischee zu bemühen ;-) ), fangen mit dieser Einstellung nichts an, denn auf der persönlichen Ebene bringt einem das, kurzfristig gesehen, gar nichts, das eigene Leben zu riskieren.

 

Wenn man es aber von der anderen Seite betrachtet… „Ich soll um 3 Uhr morgens aufstehen und auf die Autobahn fahren, um dort Menschenleben zu retten? Warum nicht?!“ Warum nicht meine Fähigkeiten einsetzen um zu helfen? Gibt’s irgendeinen Grund, einen Hilferuf zu ignorieren, wenn man helfen könnte?

 

„Warum nicht?“ möchte ich daher allen Lesern als rhetorische Frage zum „drüber schlafen“ mitgeben. Fragen Sie sich doch einfach selbst „Soll ich der freiwilligen Feuerwehr beitreten?“ und dann versuchen sie mal auf „Warum nicht?“ tragfähige Argumente zu finden. Wird nicht viel sein! ;-)

 

Manfred Ploiner, Zugskommandant, Feuerwehr Grafenwörth