Reportage HLF3: Rohbaubesprechung

Der etwas sperrige Begriff „Rohbaubaubesprechung“ löst in Feuerwehrleuten eine Euphorie aus, die man vergleichen kann mit der Stimmung am 1. Adventsonntag zur Vorfreunde auf Weihnachten 😉 Am 27.08.2025 war das Projektteam „HLF3 Grafenwörth“ zur Firma Rosenbauer nach Leonding eingeladen um die letzten Details zum neuen Einsatzfahrzeug zu besprechen. Worum es dabei geht, wird der nun 11. Teil unserer Reportage erklären.

Nach dem Empfang in Leonding folgte sogleich der große Moment: Die Besichtigung des „rohen“ HLF3 Grafenwörth! Erstmals konnten die Feuerwehrleute das Fahrzeug mit eigenen Augen sehen, anfassen und ausprobieren. Haben Sie als Kind je die Geschenke der Eltern noch vor dem Weihnachtsabend gefunden? So ungefähr fühlt sich das an 😉 Anschließend an dieses kurze „meet and greet“ stand jedoch auch eine Menge Arbeit am Programm.

Zunächst wurden die zahlreichen, aus Grafenwörth mitgebrachten, Geräte entladen, die für das Fahrzeug beigestellt werden. Das „Geräterecycling“ spart nicht nur eine Stange Geld, sondern erleichtert auch den Übergang zum neuen Fahrzeug durch die bereits bekannten Werkzeuge. Sorgsam wurde alles durchgezählt und auf Paletten von Rosenbauer verladen. Im nächsten Arbeitsschritt werden die Geräte dann (gemeinsam mit den neu gekauften Geräten) im Fahrzeug platziert und gehaltert.

Darauf baute auch der zweite Tagesordnungspunkt auf: Mit zwei Mitarbeitern von Rosenbauer wurde jedes einzelne Gerät und dessen Platz am Fahrzeug besprochen und fixiert. Ein sehr aufwändiger Prozess! Einerseits sollen „thematisch“ zusammengehörige Geräte möglichst nahe beieinander platziert werden, andererseits ist ja nicht unendlich Platz verfügbar. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, die Ausrüstung so zu platzieren, dass sie möglichst am selben Ort wie im alten Fahrzeug zu finden sind, was die Einschulung enorm erleichtert. Durch viele Innovationen am neuen Fahrzeug stehen aber mehr Platz und mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Viele Stunden flossen daher in die exakte Planung der Ausrüstung, mehrmals musste auch das rohe HLF3 aufgesucht werden, um nachzumessen oder Details abzuklären.

Abschließend wurden auch die bereits besprochenen Details wie Lackierungen, Aufschriften oder die Funktion einzelner Schalter und Knöpfe besprochen und unser Ausbilder notierte fleißig alle möglichen Einzelheiten für die anstehenden Schulungen und Übungen. Nach 12 Stunden auf Reise kamen die Grafenwörther dann wieder zuhause an. Nun heißt es wieder „Warten“ bis die Arbeiten in Leonding irgendwann fertig werden. Im mittlerweile 3. Jahr für das Projekt HLF3 schaut nun aber langsam ein Ende raus – die Vorfreude steigt! 😉